ErnÀhrung

RennmĂ€use ernĂ€hren sich in freier Wildbahn von verschiedenen SĂ€mereien, KrĂ€utern und natĂŒrlich vorkommenden FrĂŒchten. Diese sind aber eher selten vorhanden und die MĂ€uschen sind an eine weitreichend karge ErnĂ€hrung angepasst. Um den MĂ€uschen trotzdem Abwechslung zu bieten, sollte ein gutes Futter aus vielen verschiedenen Komponenten bestehen. Leider sind die im Handel erhĂ€ltlichen Futter zumeist viel zu energiereich. Viel Getreide, Mais und FĂŒllstoffe machen RennmĂ€use dick und gerne auch zuckerkrank. Zudem sind sie anfĂ€lliger fĂŒr Krankheiten, da ihr Immunsystem nicht die nötigen hochwertigen Fette erhĂ€lt, die eigentlich notwendig sind.

Wie erkenne ich gutes Futter?

  • EnthĂ€lt kein oder wenig Getreide (kein Mais!)
  • Keine Pellets (dies sind nur Abfallstoffe zusammengepresst)
  • Kein tierisches Protein in gepresster Form (FleischabfĂ€lle)
  • Ist staubarm
  • Hat keine ewige Liste an Zusatzstoffen
  • Giftige FrĂŒchte wie Papaya sind nicht enthalten (ja es gibt leider „Rennmausfutter“ das dies beinhaltet)
  • Das Futter enthĂ€lt keimfĂ€hige Samen – Test: das Futter einfach mal auf feuchte Erde ausbringen, dann merkt man schnell, ob ein Futter ĂŒberhaupt noch NĂ€hrstoffe enthĂ€lt und keimen kann.
  • Riecht angenehm nach KrĂ€utern 😉
  • Wird von den MĂ€uschen gerne und schnell gefressen
  • Entspricht idealerweise dem Sistermannkonzept


„Sistermannkonzept“: Futter besteht aus 60% mehlhaltigen Samen und 40 % ölhaltigen Samen und dem entsprechenden tierischen Proteinsatz
Tipp: Um die Gefahr der Einschleppung von Futtermittelmotten, StaublĂ€usen und KornkĂ€fern zu vermindern, kann man das Futter vorher fĂŒr 48 Stunden einfrieren. Danach dunkel, trocken und luftdicht lagern.

Woher bekomme ich artgerechtes Futter in Österreich?

Gerne könnt ihr bei mir bestellen, ich biete ein Basisfutter an, das ich jahreszeitlich variiere und meinem hohen Standard entspricht. Entwickelt habe ich es eigentlich um die MĂ€uschen, die in meine Station kommen zu stĂ€rken und das hat sich ausbezahlt – der Unterschied ist wirklich sofort merkbar 😉 Mittlerweile habe ich sehr viele positive RĂŒckmeldungen bekommen und bin froh, dieses offiziell anbieten zu können. Der Erlös fĂŒr das Futter fließt zudem in meine Pflegestelle und hilft mir diese zu erhalten.
Auch in Deutschland gibt es viele Anbieter mit guten Rennmausfutter, aber der Versand ist leider sehr hoch fĂŒr einen 2-MĂ€usehaushalt.

*Diese Abbildung zeigt eine grobe Richtlinie

Leckerlies

Um die MĂ€use zu verwöhnen kann man ab und zu eine Erdnuss (am Liebsten in der Schale), Haselnuss, Mandel oder Walnuss ohne Schale geben. Sonnenblumenkerne, Pinienkerne und KĂŒrbiskerne sind absolute Favoriten bei den kleinen Nagern und eignen sich besonders gut, um von der Hand gefĂŒttert zu werden. Ich biete auch einen Leckerliemix in meinem Shop an, da habe ich alles dabei, was den Kleinen besonders schmeckt – beachtet aber nicht zu viel zu geben, damit die MĂ€uschen nicht dick werden

Artgerechte Knabbereien

NatĂŒrliche Rispen und Ähren von Hirse, Sorghum oder Besenheide sind extrem beliebt und haben Suchtfaktor bei den Tierchen. Dazu schaut es total dekorativ aus und sie können daran ihren natĂŒrlichen Futterinstinkt ausleben. Auch hier habe ich im Shop einen Mix, dann muss man nicht alles einzeln zusammensuchen.

Tipp: Bitte keine Honigzuckerstsangen geben, diese sind viel zu gehaltvoll und sĂŒĂŸ fĂŒr die Kleinen, dazu auch viel zu groß. Mit dem Plastikhalter besteht zudem Verletzungsgefahr.

Frischfutter

Neben Trockenfutter ist es enorm wichtig seinen kleinen Lieblingen auch etwas Frisches anzubieten. Viele Vitamine und FlĂŒssigkeit wird dadurch aufgenommen und trĂ€gt zu einer gesunden Verdauung bei. Dies steigert das Wohlbefinden allgemein. Dazu schmeckt es auch noch super!

AnfĂŒttern

Und zwar bedeutet dies, dass man die Tiere erst auf das neue Futter gewöhnen muss. Deswegen ist es wichtig langsam mit dem Frischfutter zu beginnen, da es einen höheren FlĂŒssigkeitsgehalt hat. MĂ€uschen aus Zoohandlungen oder unbekannter Herkunft bekommen sonst gern Durchfall.

Anfangs das Trockenfutter reduzieren und immer nur wenig GemĂŒse in das Gehege legen. Etwa ein Löwenzahnblatt oder eine Scheibe Karotte. Normalerweise wird das Neue inspiziert und gegebenenfalls angeknabbert. Wird es innerhalb von ein paar Stunden nicht gefressen, muss man es wieder herausnehmen. Das ist nicht als Fehlschlag zu deuten, sondern die Kleinen haben mal probiert und ĂŒberlegen es sich. Sie wissen oft nicht, ob das was man ihnen gibt giftig ist und so warten sie oft ab, ob etwas passiert. Man wiederholt dies ein paar Tage, bis es gerne gefressen wird. Jeden Tag gibt es mehr davon. Nun kann man besonders im Sommer gut die HĂ€lfte des Futters (etwa eine Hand voll oder so viel gefressen wird) frisch fĂŒttern. Im Winter kann man dann statt GrĂ€ser und KrĂ€uter mehr GemĂŒse geben.

GemĂŒse

Ich persönlich fĂŒttere GemĂŒse eher im Winter, da es dort weniger von Draußen gibt. Aber es kann natĂŒrlich gern das ganze Jahr ĂŒber gefĂŒttert werden. Dabei ist immer zu beachten, dass nicht bei allen GemĂŒsesorten gleich viel gefĂŒttert werden soll. Generell eignen sich biologisch angebaute Sachen besser zum VerfĂŒttern. Paprika, Karotten, Zucchini, KĂŒrbis, Gurke, ab und zu Tomaten sind sehr beliebt. Brokkoli und andere KohlgewĂ€chse eignen sich ebenfalls, aber nur in geringen Mengen, da es verdauungstechnisch zu Problemen kommen kann.

Obst

Ist nicht verboten und eignet sich super als Leckerlie. Mehr als 1x in der Woche sollte man aber nichts SĂŒĂŸes geben. Man kann ihnen ein kleines StĂŒck (Fingerkuppengroß) Apfel, Birne, Banane, Erdbeeren oder Himbeeren geben. Von exotischen, tropischen FrĂŒchten bitte Abstand halten.

KrÀuter, GrÀser und Laub

Besonders wenn der FrĂŒhling eingezogen ist, bietet es sich an fĂŒr seinen kleinen Nager zu PflĂŒcken. Auch Hamster, Degus und Chinchillas sind davon sehr begeistert. Besonders Löwenzahn, Wegerich und Klee eignet sich zum Anfangen super und wĂ€chst eigentlich ĂŒberall. Dazu haben viele WildkrĂ€uter auch heilende Eigenschaften, die viele Erkrankungen vorbeugen können. Alle heimischen GrĂ€ser sind fressbar. Laub wie von der Haselnuss oder Birke wird gern genascht und bietet genug zum Nagen. Buche, Spitzahorn sind ebenfalls beliebt. NadelbĂ€ume dĂŒrfen gerne in Maßen gefressen werden, da nach neuestem Wissensstand die Ă€therischen Öle nur in geringen, sogar gesunden, Mengen vorhanden sind. Harze scheinen fĂŒr RennmĂ€use in wenigen Mengen nicht gefĂ€hrlich zu sein.

Ein kleiner Überblick ĂŒber fressbare Pflanzen

Ebenfalls fĂŒr Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Degus und Chinchillas geeignet. Auch Reptilien wie Bartagamen und Schildkröten können davon fressen.



KrĂ€uterliste FrĂŒhling

KrÀuterliste Sommer

PĂ€ppeln – nur bei Bedarf oder bei Medikamentengabe

Meine MÀuse bekommen gelegentlich zum Energieauftanken einen Esslöffel fettarmes, laktosefreies Naturjoghurt. Auch mal eine gekochte Nudel ist da erlaubt.

Sehr gut zum AufpĂ€ppeln eignen sich auch Haferflocken. MehlwĂŒrmer sind immer sehr beliebt, lebendig und frisch sind sie noch gesĂŒnder, falls man das möchte 😉

Bei Krankheit: GemĂŒsebrei (zb: KĂŒrbis, Karotte oder mit HĂŒhnchen) von Hipp oder 7-Kornbrei eignet sich im Krankheitsfall super. Dazu gern gestampfte Banane oder Haselnuss gehackt, erlaubt ist was schmeckt 😉 Es gibt auch spezielle PĂ€ppelbreie zu kaufen, jedoch mĂŒssen manche mit Protein ergĂ€nzt werden, da sie fĂŒr Kaninchen und Meerschweinchen bestimmt sind.




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