Umgang und Verhalten



Transport & Ankunft

  • LĂ€sst euch immer genug alte Einstreu mitgeben, am besten ihr Nest, in dem sie vorher geschlafen haben. Die Transportbox kann ruhig ganz gefĂŒllt sein, sie haben genug Platz und bekommen auch genug Luft, keine Sorge.

    Achtung Seht ihr jemanden die MĂ€use mit dem Schwanz fangen, wisst ihr, dass sich derjenige nicht mit den MĂ€usen auskennt! Dies ist fĂŒr das Tier sehr schmerzhaft und darf nicht nachgemacht werden. Oft verlieren sie dabei die Schwanzhaut und verletzen sich!

  • Sie sollten immer bisschen GemĂŒse fĂŒr die FlĂŒssigkeit und etwas Proviant zum Fressen mitbekommen. Auch eine Klorolle oder Ă€hnliches zum Nagen schont die Transportbox.

  • Niemals nur im Karton transportieren, es ist zu wenig geschĂŒtzt und die Kleinen nagen sich schneller, als man schauen kann, raus 😉

    So können MĂ€use auch lange Strecken (10 Stunden) problemlos ĂŒberstehen.

  • Die Box am besten auf dem Schoß halten oder zwischen den FĂŒĂŸen auf dem Beifahrersitz. FĂ€hrt man alleine - immer gut anschnallen! Bitte schaut auch, dass die Klimaanlage nicht direkt auf die Tiere gerichtet ist, Zugluft vertragen sie nicht.

    Tipp fĂŒr Autoliebhaber: Nehmt beim Abholen ein Papiersackl oder einen grĂ¶ĂŸeren Karton mit, in welches die Transportbox hineinpasst. So verhindert ihr, dass das ganze Einstreu im Auto landet, das sie herausbuddeln 😉

    Dieser Tipp ist entstanden als jemand die MĂ€use zum Reserverad bei geben wollte damit das Auto nicht schmutzig wird 🙉

  • Daheim angekommen, sollte das Gehege schon mit den wichtigsten Dingen eingerichtet sein. Streu sollte aber noch zur Sicherheit nur 10cm betragen und erst nach und nach aufgefĂŒllt werden. So verhindert man Streit.

    Jetzt dĂŒrfen sie sich erst einmal akklimatisieren, heißt sie erkunden wild ihr neues Revier. Das kann einige Stunden dauern und dabei sind sie sehr aufgeregt.

  • Nach dieser ersten Erkundungstour werden sie sehr mĂŒde sein und erst mal vermehrt schlafen, sich sogar komplett zurĂŒckziehen.

    Man sollte den Kleinen eine Woche Zeit geben, in denen sie erst mal nicht gestört werden.

RennmÀuse zÀhmen

In dieser Eingewöhnungszeit kann man aber schon beginnen, das Futter immer an derselben Stelle auszulegen und dabei ruhig ihre Namen rufen. Somit verbinden sie, dass es was zu Mampfen gibt wenn ihr am Gehege seid. Versucht am Anfang auch so gut es geht zur selben Zeit zu fĂŒttern.

Kommen die Kleinen schon heraus, wenn es FĂŒtterungszeit gibt, beginnt man mit Leckerlies. Diese sollten aus guten Schmankerln bestehen, die nicht im Hauptfutter enthalten sind. Sie sollen sie sich erarbeiten.

Reibt die HĂ€nde vor der FĂŒtterung ins Streu und nehmt ein Leckerchen zwischen Daumen und Zeigefinger. Jetzt kommt der schwerste Teil: Geduld und nochmal Geduld. Ja, RennmĂ€use sind dabei die besten Lehrer 😉

Vermeidet schnelle Bewegungen besonders von oben, das löst bei ihnen sonst den Fluchtinstinkt aus.

Verharrt an der Stelle, an welcher es vorher immer Futter gegeben hat und ruft leise. Dabei muss man oft mehrere Minuten ruhig bleiben. Manchmal brauchte es auch viele Versuche bis es klappt.

Aber mit viel Geduldsvermögen kommen sie irgendwann neugierig und schnappen sich den Happen. Dies wiederholt man immer wieder ein paar Tage. Man kann auch etwas vom Hauptfutter reduzieren und in dieser Zeit vermehrt mit Leckerchen arbeiten.

Achtung: Es kann passieren, dass RennmĂ€use auch mal in die Hand knabbern. Das tut nicht weh, aber man erschrickt halt gern. Wirklich beißen ist das aber nicht, sondern sie wollen nur mal kosten ob es schmecken wĂŒrde 😉

Holen sie sich brav die Leckerlies, kann man diese nun auch in die Flache Hand legen. Wenn sie ruhig auf der Hand sitzen bleiben – zuerst einmal nur ganz wenig bewegen – kann man sie ĂŒber den Arm laufen lassen und auch mal hochheben. Dies sollte zu Beginn aber immer nur ganz kurz sein und langsam lĂ€nger werden.

Man muss trotzdem immer bedenken, dass es auch MĂ€uschen gibt, die einfach einen schĂŒchternen Charakter haben und lieber Buddeln und beobachtet werden wollen.

Rennmausverhalten 1x1

  • Trommeln: Das plötzliche Auf- und Abspringen ist ein Signal zur Vorsicht und erzeugt Vibrationen im Boden, auf welche Gerbils sehr empfindlich reagieren können. Dadurch werden alle Mitglieder gewarnt, wenn Gefahr droht.
  • "Zwangsputzen" ist ein Ritual um die Rangordnung zu pflegen und die Bindung zu stĂ€rken. Die dominante Maus putzt dabei die unterlegenere Maus, um ihr zu verdeutlichen: "Ich mach was ich will." Dabei wird gern mal ein bisschen gepiept.
  • Hinten Aufspringen „Rammeln“ ist ebenfalls eine Geste dem rangniederen Tier gegenĂŒber. Und zwar bespringt die stĂ€rkere Maus die SchwĂ€chere wie bei einer Paarung. Dies dient natĂŒrlich nicht der Vermehrung, sondern ist ein ganz normales Verhalten, das bei Weibchen und bei MĂ€nnchen vorkommt.
  • Schwanzwedeln zeigt eine Maus wenn sie unter Spannung steht. Entweder durch Neugierde oder durch Aggression
  • ZĂ€hneknirschen ist ein Aggressionszeichen
  • Mit Jagen, Boxen und seitlich Aufplustern wird die Rangordnung ermittelt. Dabei kann auch mal etwas Blut fließen. Wenn es vermehrt oder öfter vorkommt, mĂŒssen Maßnahmen ergriffen werden.
  • Wichtig ist immer, dass alle MĂ€use im gleichen Nest schlafen, denn nur so ist garantiert, dass sich alle mögen
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